Mit der Fertigstellung der großen Sporthalle am 13.01.1978 als „Abfall“ des Trittauer Gymnasiums blühte auch beim TSV Trittau der Handballsport gewaltig auf.
Zwar gab es in den Nachbarvereinen TSV Lütjensee und SSV Großensee jeweils eine kleine, aber leistungsstarke Sparte, die fehlende Hallenkapazität gestattete ihnen jedoch leider nur ein Mauerblümchendasein.
Im Frühjahr 1978 stellte Hans Möller die ersten Weichen für eine erfolgreiche Spartengründung. Mit insgesamt 6 Mannschaften (2x Herren, 1x Damen und 3x männliche Jugend) startete der TSV Trittau erstmalig in die Saison 1978/79. Klappte der sportliche Neubeginn recht beachtlich, so zeichnete sich die Organisation der Spartenarbeit durch hohe Improvisationskunst aus. Die Folge waren beachtliche Strafgelder des Handballverbandes, die als Lehrgeld bitter bezahlt werden mussten.
Nach dem Rücktritt von Hans Möller Anfang 1980 übernahm Torwartlegende Heino Kröger die Spartenführung. Die weitere Aufwärtsentwicklung ging stetig voran, die Mannschaftsmeldungen erreichten eine neue Rekordhöhe (1983/84 = insgesamt 10 Mannschaften).
Misstrauisch beäugt und von vielen als „Fehlgeburt" vorzeitig abgetan, gründeten die Handballabteilungen des TSV Trittau und des TSV Lütjensee (Spartenleiter Fritz Fischer) im Jahre 1984 die Spielgemeinschaft HSG Trittau-Lütjensee, als Leiter wurde Peter Skubich vom TSV Trittau berufen.
Trotz prophezeiter minimaler Überlebenschancen entwickelte sich die Gemeinschaft prächtig. Im Jugendbereich brummte es gewaltig, die Titelflut auf Kreis- und Bezirksebene ließ auch die stärksten Kritiker verstummen. Der nächste Mitgliederschub brachte dann 1986 die neue Sporthalle in Lütjensee, die zusätzlich für eine starke Entlastung bei der Trainingsarbeit sorgte.
Neben der normalen sportlichen Tätigkeit sorgten andere Aktivitäten für Aufmerksamkeit. Die Handballgala am 27.02.87 mit der ungarischen Spitzenmannschaft von Ferenc Varos Budapest gegen eine Frauenauswahl Südstormarn bildete den Auftakt zu weiteren Höhepunkten in der Sporthalle Trittau. So gastierten neben den Spitzenmannschaften aus der Männerbundesliga - THW Kiel und VfL Bad Schwartau - auch die Nationalmannschaft der Männer aus Holland zu Freundschaftsspielen in Trittau. Höhepunkte waren sicherlich die Länderspiele der weiblichen. Jugend A (Deutschland – Frankreich), der Juniorinnen (Deutschland - Norwegen) sowie der männlichen Jugend A (Deutschland - Litauen). Die guten Trainingsmöglichkeiten in Trittau und Lütjensee waren immer wieder Anlass für Trainingslager der Frauennationalmannschaft (sie wurde 1993 nach dem Aufenthalt in Trittau und Lütjensee Weltmeister!!).
Ein wichtiges Standbein der Jugendarbeit sind in jedem Jahr die Jugendfahrten für alle Mannschaften. Seit 1987 sind wir Ostern und Pfingsten im In- und Ausland unterwegs. Bis zu 120 Kinder nehmen an diesen Reisen u.a. nach Dänemark, Holland und Schweden sowie Berlin, Braunschweig, Bad Harzburg und natürlich Lenste teil. Eine anstrengende Aufgabe für Trainer und Betreuer, die in dankenswerter Weise ihre teure Freizeit für die Jugendlichen opfern!
Ein fester Bestandteil im Turnierkalender für Jugendmannschaften ist der Fielmann-Cup zum Saisonbeginn. Dieses im Jahr 1985 erstmalig ausgetragene Turnier (damals noch Nico-Cup) erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und wurde im Jahr 2010 bereits zum 26. Mal ausgetragen.
Mit dem Eintritt des SSV Großensee 1991 (Spartenleiter Ingo Naths) in die Spielgemeinschaft musste auch ein neuer Name gefunden werden. Die Gründungsversammlung einigte sich auf den Vorschlag
G Große H Handball G Gemeinschaft Hahnheide
oder auch kurz GHG Hahnheide mit dem Leiter der Spielgemeinschaft Peter Skubich an der Spitze. Mit dieser Gründung und dem neuen Namen setzte dieser beispiellose Zusammenschluss zu rasanten Höhenflügen an. Im Jugendbereich eilten die Mädchen der GHG Hahnheide von Meistertitel zu Meistertitel. Neben den Titeln auf der Kreisebene waren die GHG-Jugendlichen auch auf der nächst höheren Bezirksebene nicht zu schlagen. Als absoluter Höhepunkt konnte 1993 (weibliche Jugend C) und 1997 (weibliche Jugend A) die Landesmeisterschaft Schleswig-Holstein in dieser Altersklasse gewonnen werden.
Damit qualifizierte sich die weibliche Jugend A (Jahrgang 78/79) für die Regionalliga, die höchste Spielklasse für Jugendmannschaften in Deutschland! Nur 3 Spielzeiten später gelang der GHG dieses Kunststück mit den Jahrgängen 81/82 erneut.
Diese Erfolge hängen insbesondere damit zusammen, dass wir als durchgängigen roten Faden die DHB-Rahmentrainings-Konzeption nutzen und unsere jungen Spielerinnen und Spieler hiernach ausbilden. Etliche unserer Spielerinnen und Spieler haben zudem den Sprung in die Kreisauswahl und die verschiedenen Landes-Stützpunktkader geschafft und erhalten dort zusätzliche Trainingseinheiten.
Unsere 2 Frauenmannschaften spielen z.Zt. in der Schleswig-Holstein Liga des HVSH und in der Kreisoberliga der Region-Süd des HVSH.
Ermöglicht wird diese erfolgreiche Arbeit durch das hervorragende Umfeld. Die sehr guten Trainingsmöglichkeiten in Trittau und Lütjensee sind für viele Vereine schlichtweg Schlaraffenland. Wir wissen diese Bedingungen sehr zu schätzen und möchten an dieser Stelle den Verantwortlichen auf allen Ebenen ausdrücklich unseren Dank sagen.
Seit dem April 2006 gehören der GHG nur noch der TSV Trittau und der TSV Lütjensee an.Im Jahr 2008 übernahm dann Ingo Naths die Amtsgeschäfte als Leiter der Spielgemeinschaft von Peter Skubich.Im März 2010 hat Frank Schünemann die Nachfolge von Ingo Naths angetreten.
Stand: 01.11.2010
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